Highlights der Glücksspielbranche 2024: Wichtige Entwicklungen von Oktober bis Dezember
Während wir weiterhin die wichtigsten Ereignisse in der Glücksspielbranche für 2024 zusammenfassen, konzentrieren wir uns auf die Schlagzeilen, die das letzte Quartal des Jahres, von Oktober bis Dezember, dominierten.
Die führenden Akteure der Branche nutzten die letzten Monate des Jahres voll aus, um ihre zukünftigen Geschäftsstrategien zu formulieren und ließen dabei keinen Raum für Unklarheiten.
Im Oktober debütierte die Gaming Innovation Group (GiG) an der Stockholmer Nasdaq-Börse als unabhängige iGaming-Technologiegruppe unter dem Namen „GiG Software Plc“. Dies markierte den Höhepunkt einer zweijährigen Trennung von ihrer Medienabteilung. Das Unternehmen ist mittlerweile ausschließlich ein B2B-Technologieanbieter und verwaltet seine CoreX iGaming-Plattform, SportX Sportsbook und seine neu eingeführte, auf Nordamerika ausgerichtete Casino-Gewinnspielplattform SweepX.
Ein weiteres entscheidendes Ereignis war die Zustimmung der Aktionäre zur Übernahme von Everi Holdings durch Apollo Global Management für unglaubliche 6,3 Milliarden US-Dollar. Apollo griff in letzter Minute ein und störte eine geplante Fusion zwischen Everi und einem bedeutenden Teil der International Game Technology PLC (IGT), die ein eigenständiges Lotteriegeschäft unter der Marke IGT ausgliedern wollte.
Im Oktober begrüßte Entain Plc Stella David als neue Vorstandsvorsitzende und trat damit die Nachfolge von Barry Gibson an, der sich entschieden hatte, sich von allen unternehmerischen Verantwortungen im Unternehmen zurückzuziehen. David ist kein Unbekannter darin, in Zeiten der Not einzuspringen; Nach dem Rücktritt von Jette Nygaard-Andersen Ende letzten Jahres fungierte sie zuvor als Interims-CEO von Entain.
Entain sorgte im November erneut für Schlagzeilen mit der Ernennung von Dafne Guisard zum neuen Chief Operations Officer. Unter der Leitung von CEO Gavin Isaacs wird Guisard mit seiner Expertise in den Bereichen Unternehmensfinanzierung und strategische Planung eine entscheidende Rolle bei der Steuerung der digitalen Transformation, kundenorientierten Initiativen sowie der Fusions- und Übernahmestrategie des Unternehmens spielen.
Die Vereinigten Arabischen Emirate wandten sich neuen Herausforderungen zu und sorgten für Aufsehen, indem sie Wynn Resorts die landesweit erste kommerzielle Glücksspielbetreiberlizenz erteilten. Dieser Meilenstein kam ein Jahr nach der Gründung der General Commercial Gaming Regulatory Authority (GCGRA). Die Lizenz steht im Einklang mit Wynns Plänen für ein integriertes Resort in Ras Al-Khaimah, die bereits lange vor der Gründung der GCGRA im Gange waren.
Während die Vereinigten Arabischen Emirate schnell reagierten, entschied sich Brasilien für weitere Beratungen und verschob die Abstimmung über sein landbasiertes Glücksspieldekret auf nächstes Jahr, um sicherzustellen, dass seine Qualität mit der seines Online-Glücksspielrahmens übereinstimmt. Ebenso verzögerte Paraguay Änderungen seiner Glücksspielgesetzgebung.
In Skandinavien hat Finnland bedeutende Veränderungen vorgenommen, indem es das Monopol des nationalen Anbieters Veikkaus auf Pferderennwetten beendete. Dieser Schritt ermöglicht es kommerziellen Betreibern, im Rahmen einer umfassenderen Strategie zur Liberalisierung des finnischen Online-Glücksspielsektors bis 2026 in den Markt einzutreten. Unterdessen feierte Schweden den Beitritt zum Macolin-Übereinkommen des Europarats, dem einzigen internationalen Rechtsrahmen zur Bekämpfung von Spielmanipulationen im Sport.
In ganz Europa gewannen Initiativen für verantwortungsvolles Glücksspiel an Dynamik. Die Safer Gambling Week 2024 verzeichnete mit einem Anstieg von 20 % gegenüber dem Vorjahr eine rekordverdächtige Teilnehmerzahl, was das wachsende Engagement der Branche für sichereres Glücksspiel und verantwortungsvolles Spielen unterstreicht, wie von der European Gaming and Betting Association (EGBA) hervorgehoben.
Frankreich sorgte wie immer für seinen Teil des politischen Dramas. Im Oktober tauchten Berichte auf, dass Premierminister Michel Barnier beabsichtige, die Staatsverschuldung zu reduzieren, indem er weitere 500 Millionen Euro durch höhere Glücksspielsteuern aufbringt – bereits eine der höchsten in Europa. Die Nachricht löste Panik bei Interessenvertretern aus, insbesondere bei Online-Betreibern, die befürchteten, dass es am härtesten getroffen werden könnte.
Gleichzeitig sorgten Debatten über die Regulierung von Online-Casinos in Frankreich für weitere Unstimmigkeiten innerhalb der Branche. Im November wurde jedoch eine Lösung gefunden, bei der sich politische Entscheidungsträger und Branchenführer auf eine sechsmonatige Konsultationsphase einigten. In diesem Dialog soll untersucht werden, ob eine Regulierung notwendig ist und wenn ja, wie diese bis 2026 umgesetzt werden könnte.